Aktivreisen

Sardinien

Route mit allen Highlights (Klick auf das Bild)
Portoscuso – Oristano – Alghero – Tempio Pausania – Golfo Aranci

Unsere Reise im Sommer 2025 führte uns nach Sardinien. Da die Fahrt von der Schweiz nach Sardinien mit drei Kindern zu anstrengend gewesen wäre, entschieden wir uns für einen Flug nach Cagliari und für den Rückflug ab Olbia. Für die drei Wochen vor Ort mieteten wir ein Auto, das wir bequem an den jeweiligen Flughäfen übernehmen und wieder zurückgeben konnten.

Portoscuso

Direkt vom Flughafen Cagliari fuhren wir nach Portoscuso. Dort fanden wir ein wunderbares BnB, in dem uns die Gastgeber morgens mit köstlichen sardischen Spezialitäten verwöhnten. Wir verbrachten drei Nächte in Portoscuso, hätten dort aber problemlos noch ein bis zwei Nächte länger bleiben können.

Highlights:
– Spiaggia di Portopaglietto
– Sant’Antioco (kurz vor der Halbinsel einen Stopp für Besichtigung Flamingos)
– Fähre von Calasetta nach Isola di San Pietro
– San Pietro: Spaziergang in Carloforte und alte Salzgewinnungsanlage
– Dunes Is Arenas
– Porto Zafferano

Den Weg von Portoscuso nach Oristano wollten wir nutzen, um unterwegs eine Mine zu besichtigen. Dies erwies sich jedoch als unerwartet schwierig. Die Mine Porto Flavia war für die Kinder aufgrund der kurvigen Zufahrt ungeeignet, die Grotta Santa Barbara war an diesem Tag geschlossen und die Miniera Monteponi konnte lediglich von außen besichtigt werden. Zwar hätten wir das Museum in Iglesias buchen können, für eine Führung wäre jedoch eine vorgängige Anmeldung erforderlich gewesen.

So entschieden wir uns stattdessen für einen kleinen Stadtrundgang in Iglesias. Wir besuchten die Chiesa della Madonna delle Grazie, die leider ebenfalls geschlossen war, und gingen anschließend zum Hügel Salvaterra, um das Castello zumindest von außen zu betrachten. Beim Parco delle Rimembranze fanden wir einen Parkplatz, und die Kinder konnten dort gleich noch auf dem Spielplatz eine Pause einlegen.

Oristano

Die Innenstadt von Oristano ist sehr einladend und hat viele gute Restaurants.

Folgende Highlights haben wir in Oristano besucht:
– Sinis Halbinsel
– Is Arutas Strand mit Quarzsand
– Strand Puzu Idu

Auf dem Weg von Oristano nach Alghero besuchten wir die herzige Stadt Bosa. Besonders sehenswert ist das auf einem Hügel gelegene Kastell, das sich definitiv zu besichtigen lohnt.

Alghero

In Alghero wohnten wir in Richtung Fertilia. Dort ist es etwas ruhiger als direkt in Alghero selbst, was wir als sehr angenehm empfanden und klar weiterempfehlen können. Für die Kinder lagen die Highlights in Alghero eindeutig bei der abendlichen Kirmes und – wie unschwer zu erkennen – beim Gummibärchenladen.

Tauchen waren wir mit den Alghero Divers, die vom Hafen in Fertilia aus starten. Glücklicherweise durften die Kinder mit auf das Boot, und während unserer Tauchgänge wurden sie sogar von der Crew betreut – für uns Eltern eine perfekte Lösung.

Die Tauchgänge seht ihr eingetragen in der Map.

Ein besonderes Erlebnis für die Mädchen war das Reiten mit der Baratz Riding School. Der Ausritt führte durch die Sanddünen und bis an den See und war für sie ein absoluter Traum.

Sehr empfehlenswert ist auch der Markt in Alghero, der jeweils mittwochs stattfindet.

Tempio Pausania

Um für unseren nächsten Aufenthalt etwas Abstand vom Meer zu gewinnen, fuhren wir hinauf nach Tempio Pausania auf rund 500 m ü. M. Der Ort ist bekannt für seine ausgedehnten Korkwälder. Im Korkmuseum lässt sich der Prozess der Korkgewinnung anschaulich und verständlich nachvollziehen.

In der Umgebung gibt es zahlreiche schöne Wanderwege. Da die Temperaturen im Sommer jedoch bei rund 30 °C lagen, entschieden wir uns gegen längere Wanderungen.

Die Nuraghe Maiori lag nur etwa 500 Meter von unserem Hotel entfernt, weshalb wir sie zu Fuß entlang der Straße erreichten. Trotz der kurzen Strecke empfanden wir den Weg als eher gefährlich, da die Autos schnell und sehr nah vorbeifuhren. Die Nuraghe selbst ist liebevoll gepflegt, und kurz davor befindet sich ein authentisches sardisches Restaurant, in dem Spanferkel serviert wird.

Ein weiteres schönes Ausflugsziel war die Heilquelle Fonte Rinaggiu. Die Kinder hatten große Freude daran, direkt aus dem Brunnen zu trinken. Der Weg dorthin führte durch einen gepflegten und sehr schönen Park.

Golfo Aranci

Für unseren letzten Aufenthaltsort wählten wir Golfo Aranci, um nochmals etwas Ruhe in Meeresnähe zu genießen. Wir wohnten in einer wunderschönen Wohnung nahe am Meer. Leider war es während der Sommerferien auch dort sehr voll. Im Vergleich dazu waren die zuvor besuchten Orte deutlich weniger touristisch. In einigen Restaurants fühlten wir uns mit den Kindern zudem nicht besonders willkommen.

In Golfo Aranci gingen wir nochmals tauchen. Wir fuhren mit dem Zodiac hinaus, absolvierten einen Tauchgang und kehrten aufgrund der kurzen Distanz anschließend wieder zurück. Dieses Vorgehen eignet sich besonders gut für Familien mit Kindern.

Neben dem Tauchen unternahmen wir mit den Kindern auch eine Delfintour, die für alle ein schönes Erlebnis war.

Fazit Sardinien mit Kindern

Das Tauchen war insgesamt ein tolles Erlebnis, allerdings war das Wasser vor allem in Alghero sehr kalt. Für die Kinder gab es nur selten wirklich gute Spielplätze, und die Sarden empfanden wir nicht als besonders kinderfreundlich. Am kinderfreundlichsten erlebten wir den Süden der Insel, was möglicherweise auch mit der dort höheren Anzahl an Touristen zusammenhängt.

Dafür waren wir uns alle einig: Die Pizzen haben uns nirgends so gut geschmeckt wie auf Sardinien 🍕😊

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