Aktivreisen, Tauchreisen

Kuba

Noch ohne Kinder haben wir uns eine Erlebnis- und Tauchreise nach Kuba gegönnt – inzwischen liegt sie rund zehn Jahre zurück.

kleiner Hinweis: Aktuell scheint die Reise ins Land eher schwierig. Wir hoffen, dass sich alles bald normalisiert und dieses wunderbare Land mit gutem Gewissen wieder besucht werden kann. Hier sind die aktuellen Reisehinweise zu Kuba.

Den Grossteil unserer Zeit verbrachten wir in Casa Particulares, was uns einen authentischen Einblick in den kubanischen Alltag ermöglichte. Sobald man in einem Casa Particular wohnt, lässt sich über die Gastfamilie unkompliziert die nächste Unterkunft organisieren. Die Gastgeber sind in der Regel gut vernetzt und übernehmen auf Wunsch die Kontaktaufnahme sowie die Reservation – eine pragmatische und verlässliche Lösung für die Weiterreise. Sie kennen immer wieder Leute an einem nächsten Ort. Gereist sind wir überwiegend mit öffentlichen Verkehrsmitteln, ergänzend mit privaten Transfers, wenn es keine andere Option gab. In den Casas wurde uns empfohlen, die Mahlzeiten jeweils dort einzunehmen – man koche frischer und zuverlässiger als in vielen Restaurants, was sich für uns auch bestätigte.

Die Organisation der Weiterreise erforderte teilweise viel Geduld und Flexibilität. Öffentliche Busse waren häufig ausgebucht oder verkehrten nicht wie geplant. Auch die Beschaffung von Trinkwasser gestaltete sich zeitweise schwierig. Für Bargeldbezüge standen wir oft lange vor Banken an, ebenso für den Kauf von WLAN-Karten. Spanischkenntnisse erwiesen sich als klarer Vorteil, da viele Kubaner nur wenig oder gar kein Englisch sprechen.

Trotz – oder vielleicht gerade wegen – dieser Umstände empfanden wir die Reise als aussergewöhnlich spannend, intensiv und horizonterweiternd. Für Familien mit kleinen Kindern würden wir sie aufgrund der teils anstrengenden und zeitintensiven Reiseorganisation jedoch nur bedingt empfehlen.

Alle Teiletappen findet ihr in der angehängten Karte.

Wir fanden einen Direktflug nach Holguín. Nach dem Geldwechsel organisierten wir direkt vor Ort einen Transfer. Das schnelle, temperamentvolle Spanisch unseres Fahrers war zunächst eine kleine Herausforderung, sorgte aber auch für eine heitere und lebendige Atmosphäre während der Fahrt.

Unsere erste Übernachtung führte uns nach Playa Guardalavaca, wo wir in entspannter Umgebung in unsere Reise eintauchen konnten. Das Tauchen mit einer lokalen Tauchschule war ein schönes Erlebnis.

Baracoa

Die reguläre Busverbindung hätte über Santiago de Cuba nach Baracoa geführt – eine Route, die sehr zeitintensiv gewesen wäre. Unsere Gastfamilie organisierte deshalb einen direkten Transfer bis nach Moa.

Dort stiegen wir in einen älter wirkenden 4×4-Geländewagen um und wurden auf holpriger Strecke ordentlich durchgeschüttelt, bevor wir schliesslich in Baracoa ankamen. Das kleine, charmante Städtchen mit seiner entspannten Atmosphäre erwies sich als wunderbare Wahl für die nächsten Übernachtungen.

In Baracoa waren die Highlights:
– heisse Schokolade
– Ausflug zu Süsswasserseen
– Jungle-Trekking-Wanderung
– Coco Loco

Santiago de Cuba

In Santiago de Cuba erlebten wir die Stadt in ausgelassener Feststimmung – es war gerade Karnevalszeit. Neben den farbenfrohen Umzügen besuchten wir auch ein weiteres Volksfest mit Jahrmarkt-Atmosphäre, das einen ganz eigenen Charme hatte. Zu den besonderen Erlebnissen zählte zudem eine Stadtrundfahrt mit einem kleinen Zug, die uns einen entspannten Überblick verschaffte.

Einen Tagesausflug zur Cayo Granma sowie zum imposanten Castillo del Morro buchten wir spontan per Taxi – eine lohnenswerte Entscheidung, um die Umgebung intensiver kennenzulernen.

Ab diesem Zeitpunkt war uns übrigens endgültig klar: „doce“ (12) ist nicht dasselbe wie „dos“ (2). Eine kleine sprachliche Lektion, die wir so schnell nicht mehr vergessen haben.

Trinidad

Eine lange nächtliche Busfahrt brachte uns nach Trinidad. Dort hatte man das Gefühl, in eine andere Zeit einzutauchen – als wäre das letzte Jahrhundert nie vergangen.

Wir bereisten Kuba im Juli und August, weshalb kräftige abendliche Regengüsse fast zum Alltag gehörten. Innerhalb kürzester Zeit verwandelten sich die Strassen in kleine Bäche. Dennoch konnten wir alle geplanten Ausflüge wie vorgesehen durchführen, auch wenn wir unsere Strandaufenthalte gelegentlich etwas verkürzen mussten.

In Trinidad unternahmen wir zudem einen Ausritt zu Pferd, besuchten Kaffeeplantagen und besuchten einen idyllisch gelegenen Wasserfall.

Playa Girón

Um die letzten Tage am Meer noch einmal in vollen Zügen zu geniessen, führte uns unsere Reise weiter nach Playa Girón. Dort standen ganz bewusst Ruhe und Erholung im Mittelpunkt – unsere Ausflüge galten dem Strand, dem türkisfarbenen Wasser und entspannten Stunden unter der karibischen Sonne.

Havanna

Mit dem Bus reisten wir für eine Nacht weiter nach Havanna. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir jedoch noch keine Unterkunft gefunden, was die Ankunft zunächst etwas ungewiss machte. Zum Glück wendete sich alles zum Guten, und wir fanden doch noch eine passende Bleibe.

Auch die Weiterreise nach Viñales verlief nicht wie geplant: Die angekündigte Busreservation funktionierte nicht. Kurzerhand organisierten wir über unser Casa Particular ein Colectivo, das uns schliesslich zuverlässig an unser nächstes Ziel brachte.

Viñales

In Viñales angekommen besuchten wir eine traditionelle kubanische Zigarrenmanufaktur und unternahmen einen Ausflug nach Cayo Levisa, wo uns ein traumhafter Strand erwartete.

Gleichzeitig nahm der organisatorische Teil unserer Reise dort einiges an Zeit in Anspruch: Wir benötigten fast einen ganzen Tag, um eine WLAN-Karte zu besorgen, Geld zu wechseln, die Weiterfahrt zu buchen und ausreichend Trinkwasser aufzutreiben. Mit etwas Geduld und Flexibilität liess sich jedoch alles regeln – und am Ende hat erfreulicherweise alles geklappt.

María la Gorda

Das Tauchparadies María la Gorda war schlichtweg beeindruckend und hat unsere Erwartungen in keiner Weise enttäuscht. Abgesehen von einem einzelnen Hotel gab es dort jedoch kaum Infrastruktur, und auch die Anreise per Taxi war entsprechend lang und abgelegen.

Wir verbrachten einige Tage damit, die faszinierende Unterwasserwelt zu erkunden, und knüpften dabei Kontakt zu einem deutschen Paar. Gemeinsam organisierten wir die Rückfahrt nach Havanna, wodurch sich die Transportkosten aufteilen liessen.

Havanna

Zurück in Havanna widmeten wir uns den zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Zum Beispiel waren wir beim Castillo de los Tres Reyes del Morro und erlebten die traditionellen Kanonenschüsse – ein eindrucksvolles Spektakel vor historischer Kulisse.

Zudem besuchten wir den weitläufigen Cementerio Cristóbal Colón, dessen kunstvolle Grabmäler und Mausoleen tiefen Eindruck hinterließen. Ein weiteres Highlight war eine Fahrt in einem klassischen kubanischen Oldtimer, bei der wir die Stadt noch einmal aus einer ganz besonderen Perspektive erleben durften.

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