Strandferien, Tauchreisen

Hurghada

Zu neunt starteten wir unser Abenteuer an einem Freitagabend am Flughafen Zürich – voller Vorfreude, aber auch mit der leisen Ahnung, dass es eine lange Nacht werden würde. Tatsächlich erreichten wir unser Ziel erst weit nach Mitternacht im Hotel Jasmine Palace in Hurghada. Umso beeindruckender war es, wie tapfer unsere fünf Kinder durchgehalten haben – ohne Klagen, einfach voller Spannung auf das, was kommen würde.

Am nächsten Morgen lockte trotz Müdigkeit das reichhaltige Buffet. Gestärkt und neugierig machten wir uns direkt daran, die Hotelanlage zu erkunden – und natürlich dauerte es nicht lange, bis der Pool entdeckt wurde und die ersten Planschabenteuer begannen.

Schon nach dem Frühstück wurden wir von einem eifrigen Verkäufer angesprochen, der uns Schnorchel- und Tauchausflüge schmackhaft machen wollte. Wir entschieden uns jedoch bewusst dafür, direkt mit einem Guide der hoteleigenen Tauchschule zu sprechen. Diese Entscheidung zahlte sich aus: Im Red Sea Star Diving Center wurden wir kompetent beraten und konnten bereits für den nächsten Tag einen Ausflug buchen – gemeinsam mit unseren Kindern und nur vier weiteren Gästen.

Dieses kleine Arrangement erwies sich als echter Glücksfall. Das Boot war angenehm leer, die Crew aufmerksam und herzlich. Während wir zwei entspannte Tauchgänge geniessen konnten, kümmerten sie sich um die Kinder. Beim ersten Tauchgang gingen sie sogar mit ihnen schnorcheln – was jedoch wegen der eher kühlen Wassertemperatur nicht ganz den Geschmack der Kleinen traf. Beim zweiten Tauchgang blieben sie lieber an Bord, wo sie mit der Crew spielten, lachten und allerlei Unsinn trieben.

Ein kleiner Hinweis für zukünftige Reisende: In Ägypten gehört Verhandeln fast schon dazu – auch bei Tauchausflügen. Und was die Betreuung von Kindern betrifft: Es wird zwar viel versprochen, aber wir haben erlebt, dass die Sicherheit stets an erster Stelle steht und sich gut um die Kleinen gekümmert wird. Unsere Kinder waren zwischen fünf und neun Jahre alt.

Am darauffolgenden Tag zog es die beiden Männer erneut aufs Meer hinaus. Dieses Mal war das Boot deutlich voller – rund 30 weitere Gäste, vorwiegend Schnorchler. Neben zwei Tauchgängen stand auch ein einstündiger Aufenthalt auf der Insel Magawish auf dem Programm, was für die Taucher eher eine Geduldsprobe als ein Highlight war. Bei unserem eigenen Ausflug lief es besser abgestimmt: Erst ein Tauchgang, dann wurden die Schnorchler auf Magawish abgesetzt, während wir unseren zweiten Tauchgang in der Nähe der Insel geniessen konnten. Die Tagesausflüge starten in der Regel um 8 Uhr morgens und enden gegen 16 Uhr.

Ein weiteres Highlight war das Hausriff des Hotels. Zwar dominiert dort viel Sand und man muss ein Stück hinauspaddeln, doch die Begegnungen mit riesigen Meeresschildkröten – mit einem Panzer von gut einem Meter Durchmesser – machen alles wett. Wichtig ist lediglich, auf die Wetterbedingungen zu achten: Bei starkem Wind leidet die Sicht erheblich.

Folgende Tauchplätze haben wir getaucht (nach „Ägypten“ suchen).

Auch das Hotel selbst konnte uns überzeugen. Für Familien ist es bestens geeignet: ein kleiner Wasserpark, mehrere Pools – einige davon sogar beheizt – und ausreichend grosse Zimmer für bis zu fünf Personen. Das Buffet bietet eine gute Auswahl, auch wenn sich gewisse Speisen wiederholen. Weniger Glück hatten wir im italienischen À-la-carte-Restaurant, das uns leider nicht gut bekommen ist. Die Regel: „cook it, peel it or leave it“ haben wir konsequent angewendet und ist sehr wichtig – und auch beim Zähneputzen ausschliesslich Flaschenwasser verwenden. Wer beim Buffet bleibt und vorsichtig ist, fährt sicherlich gut.

Für zukünftige Reisen würden wir eventuell ein etwas höherklassiges Hotel in Betracht ziehen, insbesondere in Bezug auf die Essensqualität. Dennoch ist das Jasmine Palace insgesamt eine klare Empfehlung. Das Personal ist grösstenteils sehr freundlich und mit einem kleinen Trinkgeld oft besonders aufmerksam. Die zahlreichen Verkäufer für Ausflüge oder Aktivitäten können anfangs etwas aufdringlich wirken, lassen aber nach einiger Zeit nach.

Ein unerwartetes Highlight erwartete uns zum Abschluss unserer Reise: Am letzten Tag feierte das Hotel Geburtstag – und wir durften bei einer ausgelassenen Schaum- und Farbparty mitfeiern. Ein perfekter, fröhlicher Abschluss für eine unvergessliche Familienreise.

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