Route mit allen Highlights (Klick auf das Bild)
Vietnam: Ho-Chi-Minh-City – Quy Nhon – Hoi An – Phong Nha – Ninh Binh – Hanoi – Halong Bay – Hanoi
Thailand: Chiang Mai – Ayutthaya – Khao Yai Nationalpark – Bangkok – Ko Tao – Ko Phangan – Khanom – Ko Samui – Phuket

Chiang Mai
Nach einem kurzen Flug von Hanoi sind wir in Chiang Mai angekommen. Besonders aufgefallen ist uns, dass in Thailand kaum ein Auto- oder Mofafahrer hupt. Der Linksverkehr, die vergleichsweise geringe Anzahl an Mofas und die zahlreichen, wunderschön verzierten Tempel prägten unseren ersten Eindruck.
Highlights:
– diverse Tempel
– Elephant Sanctuary
– Night Market Chiang Mai (Sonntag)
– 3D Museum „Art in Paradise“
– Hidden Village Spielplatz mit Dinos

Die Weiterreise nach Ayutthaya verbrachten wir im Nachtzug. Für Familien empfiehlt sich die 2. Klasse, da es dort mehr Schlafplätze pro Abteil gibt; in der 1. Klasse stehen lediglich zwei Betten pro Kabine zur Verfügung. Praktisch ist es, wenn die grösseren Kinder oder Erwachsene oben (wenig Sicherheit) und die Kinder unten schlafen. Zu beachten ist jedoch, dass das Licht während der ganzen Nacht eingeschaltet bleibt – Augenmasken sind daher sehr empfehlenswert. Den Zug haben wir über Baolau.com gebucht.

Ayutthaya
Nach einer kurzen Nacht im Zug wurden wir von einem Tuk-Tuk-Fahrer abgeholt und zu unserer Unterkunft gebracht. Die Highlights in Ayutthaya waren vor allem kultureller Natur: Wir unternahmen eine Tempelrundfahrt mit dem Tuk-Tuk, fuhren mit dem Boot rund um Ayutthaya und besichtigten zum Abschluss einen weiteren Tempel. In den Flüssen leben zahlreiche Warane, die wir aus nächster Nähe beobachten konnten. Alle Ausflüge wurden vom Besitzer unserer Unterkunft für uns organisiert.

Khao Yai Nationalpark
Unsere Unterkunft in Ayutthaya organisierte für uns einen privaten Fahrer, der sich glücklicherweise auch gleich für die Weiterfahrt nach Bangkok anbot. Dieses Angebot erwies sich als echter Glücksfall.
Bei unserer Ankunft in der Unterkunft in Pak Chong waren wir nämlich die einzigen Gäste: Das Restaurant war geschlossen, und in fussläufiger Umgebung gab es keinerlei Angebote. Selbst eine Tour in den Nationalpark konnte vom Hotel nicht organisiert werden. Diese haben wir schliesslich selbst geplant – und sie war absolut empfehlenswert.
Den hoteleigenen Wasserpark sowie die übrigen Fahrgeschäfte und Attraktionen konnten wir ganz für uns allein geniessen.
Nach drei Nächten holte uns unser Fahrer pünktlich ab und brachte uns zurück in die Zivilisation.

Bangkok
In Bangkok gibt es eine grosse Auswahl an Hotels. Besonders wichtig ist es jedoch, mit Kindern eine Unterkunft in unmittelbarer Nähe zu einer fussläufig erreichbaren MRT-Station zu wählen. Taxi- oder Tuktuk-Fahrten dauern aufgrund des dichten Verkehrs oft deutlich zu lange und sind im Alltag wenig praktikabel. Wir hatten unser Hotel in der Nähe von der MRT-Station Siam und fanden den Ort perfekt.
Highlights:
– Fussmassagen (mit Kindern eine tolle Erfahrung und die Masseurinnen freuen sich sehr)
– Yoyo Land (Indoorspielparadies)
– Lumphini Park
– What Phra Kaeo und Königspalast
– Bootstour durch Kanäle
– Sampheng Market (ein Stand mit sehr gut gefälschten Disneykleidern)
– MBK Center (Souvenirs, Markenkleidung)

Ko Tao
Wir entschieden uns für einen Flug nach Chumphon und reisten von dort mit der Fähre weiter nach Koh Tao. Nach unserer Meinung war dies die effizienteste Methode. Unsere erste Unterkunft lag am Ende des Sairée Beach, einem sehr touristischen Abschnitt der Insel. Die Kinder freuten sich besonders über die abendlichen Feuershows. Einkaufsmöglichkeiten sowie Tauchschulen waren bequem zu Fuss erreichbar, und auch die Strandrestaurants mit Tischen direkt im Sand haben uns sehr gefallen.
Anschliessend verbrachten wir drei Nächte im Coral View Resort, da wir direkt vom Strand aus schnorcheln wollten. Dabei hatten wir das Glück, Schildkröten und sogar Babyhaie zu sehen. Eigentlich planten wir zusätzlich noch Tauchgänge, doch die ansässige Tauchschule zeigte wenig Interesse an Gästen und bemühte sich kaum, entsprechende Ausflüge anzubieten.

Ko Phangan
Das Hotel Boonya Swiss Home am Chaloklum Beach war ein absoluter Glücksgriff. Es wird von einer schweizerisch-thailändischen Familie geführt, die zum Zeitpunkt unseres Aufenthalts ebenfalls vor Ort lebte. Wir verbrachten dort zehn Nächte – unsere längste Unterkunft während der Reise. Die Gastgeber versorgten uns mit zahlreichen hilfreichen Tipps rund um Chaloklum.
In fussläufiger Distanz fanden wir diverse Restaurants, Einkaufsläden, Bäckereien und sogar eine Apotheke. Besonders hervorzuheben ist der Sonntagsmarkt mit Cervelats, die überraschend „authentisch „schweizerisch“ und sehr gut waren. Zudem gibt es in Chaloklum viele Taxiboote, mit denen wir zu verschiedenen kleinen, ruhigen Stränden gelangten. Wir waren am Bottle Beach und am Mae Haad Beach (Bild).
Für einen Halbtagesausflug fuhren wir mit dem Taxi nach Thong Sala. Dort brachten wir die Kinder für eine Stunde in einen Indoorspielplatz, während wir die Zeit zum Shoppen nutzten. Die Taxipreise sind allerdings relativ hoch, sodass sich gegebenenfalls ein Mietauto lohnen könnte. Von einem Roller mieten wurde uns abgeraten, weil viele Autofahrer ziemlich schnell rasen.
Das Rittisak Muay Thai bietet samstags ein Kindertraining an. Für CHF 10.– konnten alle drei Kinder teilnehmen, was ihnen sichtlich Freude bereitete und eine gute Gelegenheit war, sich auszupowern.
Wie im nächsten Abschnitt erwähnt, eignen sich von hier aus zudem Tauchgänge zum Sail Rock besonders gut.

Tauchen Golf von Thailand
Wir waren auf Ko Tao und Ko Phangan tauchen. Ursprünglich gingen wir davon aus, dass auf allen drei Golfinseln gleichermassen Tauchmöglichkeiten bestehen. In der Praxis liegen die meisten und attraktivsten Tauchgebiete jedoch rund um Ko Tao. Das einzige bekannte Tauchgebiet zwischen Ko Tao und Ko Phangan ist der „Sail Rock“, der geografisch näher bei Ko Phangan liegt. Die Anfahrt dorthin dauert rund 1,5 Stunden pro Strecke, lohnt sich jedoch sehr, da man dort eindrückliche Grossfische sehen kann. Ein Tauchgang am Sail Rock entspricht deshalb einem ganztägigen Ausflug.
Von Ko Tao aus sind die Tauchgänge deutlich weniger zeitintensiv. Die Tauchschulen bieten in der Regel morgens und nachmittags „Two-Tank-Dives“ an, und die Anfahrtszeiten zu den Tauchplätzen sind wesentlich kürzer.
Wir hatten im Vorfeld alle Hotels gezielt nach einem Babysitterservice angefragt. Unser Hotel bot zwar einen solchen Service an, allerdings hätten dies lediglich die „Housekeeper“ übernommen, welche die Kinder im Hotelzimmer betreut hätten. Aus diesem Grund konnten wir nicht gemeinsam tauchen und mussten die Tauchgänge einzeln absolvieren.
Falls euer Schwerpunkt klar auf dem Tauchen liegt, empfehle ich ein Hotel am Sairée Beach auf Ko Tao. Dort befinden sich zahlreiche Tauchschulen, sodass man für einen Tauchgang in der Regel nur etwa vier bis fünf Stunden abwesend ist.
Hier sind die getauchten Tauchplätze aufgeführt.


Khanom
Mit dem Speedboot reisten wir über Koh Samui weiter nach Surat Thani. Von dort brachte uns ein Taxifahrer mit einer teilweise recht halsbrecherischen Fahrweise nach Khanom. In der Nebensaison waren wir dort nahezu die einzigen Gäste, wobei die Region generell deutlich weniger touristisch ist.
Ein absolutes Highlight war die Delfintour zu den rosafarbenen Delfinen. Diese wird zwar auch ab Koh Samui angeboten, dort jedoch mit deutlich mehr Personen pro Boot. Unsere Tour in Khanom war wesentlich kleiner, persönlicher und insgesamt sehr viel authentischer.
Zudem brachte uns ein Fahrer zu einem lokalen Markt in Khanom sowie zum Khanom Riverside Night Market, die einen schönen Einblick in das einheimische Leben boten.

Ko Samui
Von Khanom aus wurden wir mit einem privaten Transport zum Don-Sak-Pier gebracht. Leider handelte es sich dabei um ein Mini-Speedboot, das sehr schaukelig war. In Ko Samui angekommen, fuhren wir mit dem Taxi weiter.
Unser Hotel befand sich in der Region Bo Phut und bot leider kein Frühstück an. In den Restaurants rund um das Hotel gab es kein klassisches Frühstück, sondern vorwiegend teure Bowls, die den Kindern nicht geschmeckt haben. Daher wichen wir schliesslich auf ein Hotel aus, um dort zu frühstücken. Auch für ein günstiges Nachtessen mussten wir zunächst suchen. Letztlich haben wir jedoch zwei sehr gute und preiswerte thailändische Restaurants gefunden (in Google Maps markiert).
Insgesamt waren wir von der starken Internationalisierung Ko Samuis etwas enttäuscht, da vieles stark auf den Tourismus ausgerichtet ist. Möglicherweise gibt es noch andere, authentischere Ecken auf der Insel – wir haben diese jedoch leider nicht wirklich entdeckt. Auch für die bekannte Feuershow hätte man frühzeitig reservieren müssen, um einen Sitzplatz im Restaurant zu erhalten.
Sehr spassig war hingegen das Herumfahren mit den Songthaews rund um Ko Samui sowie das Besichtigen der verschiedenen Highlights der Insel.
Highlights:
– Wat Bo Puttharam
– Einkauszentrum mit Kinderparadies Central Samui
– Night Market
– Wat Khunaram
– Hin Ta Hin Yai
Weiter geht es nach Phuket. Der schönste Flughafen, den wir bisher gesehen haben, befindet sich zweifelsohne auf Koh Samui. Dort fühlt man sich weniger wie an einem Flughafen, sondern vielmehr wie in einem Resort.

Phuket
Unser letztes Reiseziel auf unserer dreimonatigen Reise war Phuket. Wir haben den Aufenthalt bewusst aufgeteilt und zunächst in einem Hotel am Nai Yang Beach, nahe dem Flughafen, übernachtet. Ende September zeigte sich das Wetter dort eher regnerisch.
Von dort aus nutzten wir die Gelegenheit für einen Besuch bei der Soi Dog Foundation. Während einer geführten Tour erhielten wir spannende Einblicke in die Arbeit der Stiftung, und zum Abschluss durften wir sogar noch die Katzen streicheln – ein besonders schönes Erlebnis.
Ein weiterer Ausflug führte uns zur Old Phuket Farm. Dort konnten wir sehen, wie Kautschuk gewonnen, Reis angepflanzt wird und wie traditionelles Thai-Curry entsteht. Auch wenn der Bauernhof hauptsächlich zu Vorführzwecken angelegt ist, war der Besuch sowohl für uns Erwachsene als auch für die Kinder sehr interessant.
Unser letzter Aufenthaltsort auf Phuket war der Kata Beach. Der Ort ist zwar stark touristisch geprägt, bot uns aber dennoch einen gelungenen Abschluss: Wir spielten Dino-Minigolf, mieteten ein Techno-Tuk-Tuk und kauften auf dem Nachtmarkt unsere letzten Souvenirs.

Fakten zur Reise:
– 83 Tage
– 27’594km
– 2 Länder
– 8 Flüge
-20 Hotels
– 42 Taxis via App
– >30 Tuktuk & Taxis
– 16 Schiffe
– 5 Züge
– viel zu wenig Shopping 😉
– 1’000 neue Spielsachen für Kinder
– 10 Tauchgänge
– 5 Inseln
– 4 Grossstädte
– 17 Massagen
– 4 Haarschnitte
– Totalausgaben: CHF 23’600.-

